INVASIVE PFLANZEN BREITEN SICH UNKONTROLLIERT AUS
NEOPHYTEN NEHMEN
BESTÄNDIG ÜBERHAND
EINE GEFAHR FÜR UNSERE ÖKOSYSTEME
Invasive Pflanzen sind (schön) gefährlich
Neophyten sind Pflanzenarten, die ursprünglich nicht von Natur aus in unserer Region vorkommen, sondern durch den Menschen aus fremden Ländern eingeführt wurden. Viele dieser Arten sind einst als dekorative Zierpflanzen in unsere Gärten gelangt oder sie wurden einafch unbeabsichtigt über die globalen Handelswege eingeschleppt.
Während sich die meisten dieser Pflanzen unauffällig in unserem Ökosystem integrieren, entwickeln sich einige davon leider zu echten Problemfällen. Sie breiten sich unkontrolliert in der Landschaft aus und man spricht dann von invasiven Neophyten. Diese verdrängen unsere heimischen Pflanzenarten, bedrohen die Artenvielfalt und verändern das Landschaftsbild.
Invasive Neophyten wachsen meist schneller als heimische Pflanzen, bilden sehr dichte Bestände und breiten sich oft explosionsartig aus. Sie verursachen ökologische, wirtschaftliche sowie auch gesundheitliche Probleme.

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Extreme Anpassungsfähigkeit,
Konkurrenzstärke & Vermehrungsrate.
Invasive Neophyten bedrohen unser Ökosystem.
Invasive Pflanzen
Ökologisch relevante Arten

Japanischer
Staudenknöterich
(Fallopia japonica)
Herkunft: Asien als Nutz- und Zierpflanze
Höhe: Bis über 4 Meter hoch
Problem: Verdrängt mit schnellem Wachstum und dem dichten Blätterdach heimische Arten
➜ Gilt in Deutschland als größtes invasives Problem
➜ Führt zu Schäden an Infrastruktur und gefährdet den Hochwasserschutz
➜ Mäharbeiten verteilen die Pflanze unkontrolliert, bereits minimale Reste bilden neue Bestände
➜ Kann bis zu 30 cm (!) am Tag wachsen

Riesenbärenklau
(Herkulesstaude)
(H. mantegazzianum)
Herkunft: Kaukasus als Zierpflanze
Höhe: Bis über 4 Meter hoch
Problem: Verdrängt durch enorme Größe und hohe Wuchsgeschwindigkeit die heimischen Pflanzen
➜ Kann bei Hautontakt Verbrennungen auslösen
➜ Freischneiden verteilt Pflanzensaft, bereits feine Dämpfe reizen Atemwege
➜ Eine durchnittliche ausgewachsene Pflanze produziert im Schnitt bis zu 50.000 Samen
➜ Kann bis zu 4 Meter (!) in einer Saison wachsen

Drüsiges Springkraut
(Impatiens glandulifera)
Herkunft: Himalaya als Zierpflanze
Höhe: Bis knapp 3 Meter hoch
Problem: Vermehrt sich oft explosiv, verdrängt durch rasantes Höhenwachstum heimische Pflanzen
➜ Besiedelt mit Vorliebe feuchte Areale, Bachläufe
➜ Führt zu Erosionen an Uferböschungen von Fließgewässern
➜ Abgemähte Pflanzenteile schlagen unter feuchten Bodenverhältnissen einfach neue Wurzeln
➜ Pflanze schleudert reife Samen bis zu 7 Meter (!)

Kanadische Goldrute
(Solidago canadiensis)
Herkunft: Nordamerika als Zierpflanze
Höhe: Bis zu 2 Meter hoch
Problem: verdrängt unsere pflanzliche und tierische Artenvielfalt
➜ Gilt als größtes Problem für artenlose Monokulturen
➜ Mäharbeiten regen den Wuchs nur an, die Fläche verbuscht noch rasanter
➜ Bildet chemische Stoffe, die das Wachstum anderer Pflanzen unterbinden und behindern können
➜ Ein einziger Stängel produziert bis zu 19.000 (!) flugfähige Samen

Beifuß-Ambrosie
(Traubenkraut)
(Ambrosia artemisiifolia)
Herkunft: Nordamerika meist durch belastetes Saatgut
Höhe: Bis zu 2 Meter hoch
Problem: bereits winzige Mengen können sehr starke Allergien auslösen
➜ Gilt als größter aggressiver Allergieauslöser
➜ Abmähen führt zu einem Verzweigen der Pflanze, sie treibt flach und buschig nach
➜ Bereits nur 5 Pollenkörner pro m³ Luft könne schwere Allergieschübe wie Asthma auslösen
➜ Die Samen können im Erdboden bis zu 40 Jahre (!) keimfähig bleiben
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Viele invasive Pflanzen breiten sich durch
die Entsorgung von Gartenabfällen
in der Landschaft aus.
DAS GRÖSSTE NEOPHYTEN-PROBLEM IN DEUTSCHLAND
Staudenknöterich
auf dem Vormarsch
Ursprünglich als dekorative Gartenpflanze aus Ostasien zu uns nach Europa importiert, hat sich der Japanische Staudenknöterich zu einer der aggressivsten Problemarten unserer Zeit entwickelt. Im Frühjahr schießen die hohlen, bambusartigen Stängel mit einer wirklich atemberaubenden Geschwindigkeit von bis zu 30 Zentimetern pro Tag aus dem Boden. Binnen weniger Wochen entstehen so lückenlose, bis zu vier Meter hohe Dickichte, die jeden anderen Pflanzenwuchs komplett im Keim ersticken.
Der Staudenknöterich breitet sich vor allem auf Brachflächen, aber auch an Waldrändern, an Flüssen und Seen, Bahndämmen und den Straßenrändern massiv aus. Die heimische Pflanzenvielfalt wird so unterdrückt und die Biodiversität nachhaltig geschädigt. Studien zu diesem Staudengewächs zeigen, dass die Artenvielfalt in den vom Knöterich befallenen Gebieten um bis zu 60 % zurückgegangen ist. Pflanzen werden verdrängt, spezialisierte Insekten und Tiere vertrieben.
Sein konkurrenzloser, ungezügelter Wuchs führt an vielen Standorten zu großen Problemen bis hin zu Schäden an Fundamenten und Mauerwerk, in Pflasterungen, Asphalt und Gleisanlagen.

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Der Riesenbärenklau oder die Ambrosia
können die Gesundheit schädigen.
FINGER WEG VOM RIESENBÄRENKLAU
Riesenbärenklau-
imposante Größe & Wirkung
Als die majestätische Staude im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus als Zier- und Bienenpflanze nach Europa importiert wurde, ahnte noch niemand, welche Ausmaße die Ausbreitung annehmen würde. Mit ihren riesigen weißen Doldenblüten und einer stattlichen Wuchshöhe von bis zu vier Metern zieht sie zwar alle Blicke auf sich, stellt jedoch eine massive Bedrohung dar.
Der Riesenbärenklau verdrängt andere heimische Arten, weil er sehr früh im Jahr keimt und schnell wächst.
Seine großen Blätter verschatten die übrige Vegetation und behindern damit deren Entwicklung. Eine einzige Pflanze kann zwischen 10.000 und 50.000 Samen bilden. Diese sind extrem langlebig und können im Boden bis über 10 Jahre keimfähig bleiben.
Der Riesenbärenklau ist sehr giftig. Bereits minimaler Kontakt kann ernste gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier haben. Diese Pflanze sondert eine Substanz ab, die schon bei normalem Sonnenlicht schwerste Verbrennungen entstehen lassen kann. Die bloße Berührung mit der Pflanze kann auch Kreislaufprobleme, Atemnot, Fieber und Schweißausbrüche auslösen.

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Frühzeitiges Handeln ist entscheidend.
Je länger man wartet, desto schwieriger und
kostenintensiver wird die Bekämpfung.
Invasive Neophyten
nachhaltig stoppen
Wir bekämpfen invasive Pflanzen radikal, aber rein elektrisch. Unsere Stromlanze vernichtet die Wurzeln tiefenwirksam, dabei absolut chemiefrei und sicher für Mensch und Tier.
Ob kommunale Grünfläche oder privater Garten, wir sorgen für eine umweltschonende Beseitigung von Schadpflanzen.
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